Ludwig Uhland: Frühlingsglaube

Ludwig Uhland (1787 – 1862)

Frühlingsglaube

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiss nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiss die Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.

(1812)

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Projekt „Lyrische Helfer“ – Ein Gedicht, wenn man Hoffnung hat oder braucht und ein Gedicht für den Frühling

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