W. H. Auden: Elegy for J. F. K.

W. H. Auden (1907 – 1973)

Elegy for J. F. K. *
(November 22nd, 1963)

Why then, why there,
Why thus, we cry, did he die?
The heavens are silent.

What he was, he was:
What he is fated to become
Depends on us.

Remembering his death,
How we choose to live
Will decide its meaning.

When a just man dies,
Lamentation and praise,
Sorrow and joy, are one.

_____

Projekt „Lyrische Helfer“ – Ein Gedicht, das man lesen kann, wenn jemand gestorben ist

Auch wenn der Grund für das Gedicht ein trauriger war (der Tod – die Ermordung Kennedys), ist die Botschaft tröstlich. Alle Fragen nach dem Warum werden immer ins Leere laufen, weder Leben noch Sterben haben einen Sinn. Wir können nicht ändern, was war, es liegt aber an uns, was davon bleibt. Schöne Gedanken lassen das Gute überdauern und die Trauer ist nicht mehr allein, Freude kommt dazu.

*zitiert nach W. H. Auden: Collected Poems (1976)

_____

Übersetzung (S. M.)

Elegie für J. F. K.

Wieso dann, wieso dort?
wieso so, ein Schrei, sein Leben vorbei?
Der Himmel schweigt.

Was er war, war er:
Was er bestimmt ist zu werden
hängt an uns

Die Erinnerung an seinen Tod,
wie wir sie zu leben wählen,
bestimmt seine Bedeutung.

Kommt ein Mann um,
sind Jammer und Ruhm,
Kummer und Freude eins.

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2 Kommentare zu „W. H. Auden: Elegy for J. F. K.

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